Rote Liste

In Vorbereitung: Berlin-Karte mit einer Übersicht aller akut von Verfall, Überformung oder Abriss bedrohten Berliner Bau- und Kulturgüter

Das KulturerbeNetz.Berlin setzt sich für den Erhalt bedrohter Bauten, Anlagen und Kulturgüter ein. Hierzu entwickeln wir derzeit das Projekte einer „Roten Liste“. Dort sollen alle denkmalwürdigen und erhaltenswerten Bauten und Anlagen gelistet werden, die in Berlin akut von Verfall, Abriss oder nicht denkmalverträglichen Umnutzungen bedroht sind. In diesem Zuge planen wir aktuell den Aufbau und die Publikation einer „Roten Liste“. Hierzu möchten wir alle Berlinerinnen und Berliner um aktive Mithilfe bitten. Was genau ist geplant?


Infos zu Grobkonzept und weiterem Verfahren

Derzeit tragen wir innerhalb der Arbeitsgruppe „Rote Liste“ entsprechende Beispiele zusammen. Über die Art Präsentation wird anhand der Finanzlage voraussichtlich Anfang 2021 entscheiden. Das KulturerbeNetz.Berlin ist prinzipiell unabhängig, unterhält aber auch gute Arbeitsbeziehungen zum Berliner Landesdenkmalamt, welches die Erstellung einer solchen Liste prinzipiell befürwortet, so dass im Kontext der Präsentation auch eine partielle Kooperation und/oder finanzielle Förderung der Projektumsetzung möglich ist.

Um die Arbeit, Struktur und mögliche Präsentation gefährdeter Objekte klarer zu umreißen und zu planen, hat die Arbeitsgruppe „Rote Liste“ Mitte 2020 ein Grobkonzept erstellt. Es beschreibt, welche Unterlagen wie gesammelt werden sollen.


Sie haben Hinweise und wollen mitmachen?

Prima, entsprechende Hinweise für bedrohte Anlagen nehmen wir gerne bereits jetzt entgegen. Da unsere Arbeit in erster Linie ehrenamtlich erfolgt und redaktionelle Kapazitäten begrenzt sind, wären wir allen Hinweisgebenden dankbar, wenn Sie uns (wie in oben genannten Grobkonzept geschildert) möglichst konkrete Angaben und Materialien liefern könnten.

Hierzu zählen etwa gesicherte Hintergrundinfos und leicht verständliche Texte mit einer knappen Darstellung der Situation sowie eventuell auch 1-3 juristisch frei verwendbare Fotos. So lange Einträge in eine Datenbank noch nicht direkt möglich sind, haben wir auf Basis von Microsoft Excel (oder einer vergleichbaren Software zur Tabellenkalkulation) eine Erfassungs-Maske mit der passenden inhaltlichen Gliederung und späteren Daten-Struktur präpariert:


Hinweis zu Abbildungen

Natürlich wäre es sehr hilfreich, wenn Sie auch gleich geeignete Fotos oder ergänzendes Abbildungsmaterial zu den gemeldeten Objekten mitliefern könnten. Aus presserechtlichen Gründen ist für die Publikation der Liste jedoch unverzichtbar, dass alle zugelieferten Fotos vom KulturerbeNetz unentgeltlich und frei von Rechten Dritter veröffentlicht werden dürften. Hierfür haben wir folgende Informationen und ein entsprechendes Formular vorbereitet:

Innerhalb des Leitfadens finden Sie unter Punkt IId Angaben für die ideale Formatierung der Abbildungen, wie wir sie auch für Objekte der Roten Liste benötigen. Bitte beachten Sie dass für die Anzeige ihres Objekts in einer Gesamtübersicht aller erfassten Objekte mindestens ein Foto im Seitenverhältnis 4:3 (Querformat) und einem Minimum von 1280 Pixel Breite bei 72 dpi Auflösung benötigen. Alle Unterlagen senden Sie bitte an die E-Mail-Adresse von Nils R. Schultze, bei größeren Bilddateien nutzen Sie bitte Dienste wie wetransfer.com.

Wenn Ihnen keine geeignete Fotos vorliegen, ist dies natürlich kein Hindernisgrund. Bitte informieren Sie uns dann entsprechend, dass zusätzliche Fotos benötigt werden.


Geplante technische Umsetzung

Die Speicherung der erfassten Objektdaten soll zukunftssicher in einem geläufigen Internet-Datenbank-Format geschehen. Das Anlegen und die Freigabe der auf jeweils ein Objekt bezogenen Datensätze wird komfortabel über eine speziell entwickelte Eingabe- und Administrations-Oberfläche erfolgen, die wir derzeit programmieren und entwickeln. Der Plan ist, dass dann alle Objekte anhand von Formularmasken einfach und direkt im Browser erfasst, gespeichert, geprüft und editiert werden können. Auf der Website des KulturerbeNetz finden interessierte dann eine Berlin-Karte, wo die einzelnen Objekte verzeichnet und mit jeweils einer eigenen Unterseite verlinkt sind.

Einzelne Informationen zum Objekt (wie etwa Baujahr, Adresse oder Nutzungshistorie) können als Freitext eingegeben werden. Für andere stärker schematisierte Eigenschaften (wie etwa Stilepochen, Gebäudetypologien oder der Grad der Gefährdung) existieren feste Kategorien, die sich bei der Eingabe über aufklappende Menüs auswählen lassen. Einzelne Werte (wie etwa die Geo-Koordinaten für die Anzeige in einer Berlin-Karte) werden komfortabel vom System automatisch aus der Adresse generiert.

Ist der Datensatz in seinen wesentlichen Zügen angelegt, kann der/die Redakteur/in in einem nächsten Schritt Fotos hochladen. Das dazu benutzte Formular bietet die Möglichkeit, für jedes hochgeladene Bild separate Bildunterschriften sowie (dies ist zwingend nötig) abbildungsspezifische Quellen-, Urheber- und Lizenzangaben anzulegen. Alle so in der Datenbank angelegten und gespeicherten Daten werden erst nach Prüfung durch das KulturerbeNetz.Berlin oder geeignete Freiwillige für die Allgemeinheit freigeschaltet. Hier freut sich unsere Arbeitsgruppe Rote Liste über alle, die mitmachen wollen

Die Übersicht aller gefährdeten Objekte wird dann – ähnlich wie unser Mitglieder-Bereich – auf einer digitalen Berlin-Karte präsentiert und lässt sich so leicht verorten. Von der interaktiv zoombaren, mit einzelnen Markern versehenen Karte verzweigt das Angebot zu Detailseiten der einzelnen Objekte. Dort findet man/frau weiterführende Angaben zum Objekt, beteiligten Akteur/innen und eventuellen Links.

Die so entwickelte Karten-/Datenbank-Lösung liesse sich dann theoretisch (eventuell leicht angepasst) auch für andere Bundesländer und/oder Regionen adaptieren.

Bei Verdacht auf Rechtsverstöße bitten wir um Hinweise und können dann zeitnah einzelne Angaben und/oder Abbildungen) rausnehmen, korrigieren und/oder uns um Klärung oder Ersatz bemühen (s. nachfolgende Rechtshinweise). Für Fragen zum Konzept oder zur gestalterisch- technischen Umsetzung wenden Sie sich bitte an Ben Buschfeld.