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Das Heute für das Morgen bewahren

Betreiber: Lutz Röhrig, Autor aus Blankenfelde-Mahlow
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Zeit-fuer-berlin.
Das Heute für das Morgen bewahren.

Jeden Tag gibt es in unserer Stadt Veränderungen. Mal schließt ein Geschäft, das wir schon lange kannten, mal wird ein Gebäude durch einen Neubau ersetzt oder gar ein ganzer Güterbahnhof zum neuen Wohnviertel umgewandelt. Das Gesicht unserer Bezirke ist in einem Wandel begriffen.

Zeit-fuer-berlin sieht es dabei aber nicht nur als Aufgabe, diesen Wandel in Form von Fotos und umfassenden Texten zu dokumentieren. Neben den Chancen, die dieser Wandel für mehr Wohnraum in unserer Stadt bietet, soll eine größere Öffentlichkeit aber zugleich auch abseits der Fachmedien dafür sensibilisiert werden, inwieweit unser gebautes Erbe durch den allgegenwertigen Bebauungsdruck in Gefahr gerät. 

Musik Beding in den 1920er Jahren
Musik-Bading in Neukölln vor dem Brand

Dies betrifft dabei insbesondere jene Bauten, die keine Aufnahme in die offizielle Denkmalliste fanden, deren Schutz aber an sich erhaltenswert ist. Man denke nur an den Abbruch der beiden alten „Theater am Kurfürstendamm“ oder den geplanten Abbrüchen des Muster – Sommerhauses in der Villenkolonie Wannsee (von 1871) oder des privaten Wohnhauses von Hans Poelzig in Westend. Viele lesen und hören darüber in den Medien, interessieren sich aber für die bedrohten Bauten oftmals nicht näher, da sie die Hintergründe oder deren Bedeutung nicht kennen. Dies betrifft auch offiziell unter Schutz gestellte Bauten, deren architektonischer Wert aber für viele nicht klar erkennbar ist wie etwa beim ICC oder ganz allgemein den Bauwerken der jüngeren Moderne, man denke etwa an den im Stil des Brutalismus entworfenen U-Bahnhof Schloßstraße.

Darüber hinaus stehen aber auch traditionelle Geschäfte, Kinos oder Firmen im Fokus von zeit-fuer-berlin.de, deren oft jahrzehntelange Geschichte kaum bekannt ist, jedoch Auskunft darüber gibt, wie das Leben in den jeweiligen Stadtteilen einst so ablief. Der Untertitel „Das Heute für das Morgen bewahren“ ist dabei durchaus auch doppeldeutig zu verstehen, fordert er doch nicht nur dazu auf, sich mit der Geschichte unserer Unternehmen zu beschäftigen, sondern auch aktiv durch Einkäufe und Besuche etwas für den Erhalt zu tun. So finden sich auf der Internetseite Berichte über Geschäfte wie Musik-Bading oder den Zauberkönig in Neukölln, der seit 100 Jahren bestehenden Ludwig Wilde Buchhandlung in Kreuzberg oder den Schiffsanlager und der Ankerklause am Maybachufer, Kinos wie dem Thalia in Lankwitz, dem Moviemento in Kreuzberg usw.

Hinzu kommen baugeschichtliche Abrisse ganzer Gebäudekomplexe wie dem ehem. Kino Tivoli am Tempelhofer Damm, in dem heute der Selfmade Creative Store“ ansässig ist, dem Dragoner-Areal am Mehringdamm mit Institutionen wie dem „Club Gretchen“ oder dem Gewerbehof Körtestraße 10, in dem lange Zeit nicht nur die „Autowerkstatt Jordan“, sondern auch das „Broken English“ Mieter waren. Aktiv setzt sich zeit-fuer-berlin.de für die Unterschutzstellung des Gebäudes des Lortzingclubs in Lichtenrade bei der Oberen Landesdenkmalbehörde ein. Das Gebäude, ursprünglich für einen ranghohen Ingenieur der Organisation Todt errichtet und dann als Offiziersclub für Russen und Amerikaner genutzt (letztere wandelten es dann im Rahmen des amerikanischen GYA–Projects zu einem Jugendclub für deutsche Kinder um) befindet sich weitgehend im Originalzustand, da seit über 70 Jahren nie umfassend saniert …

7. Februar 2022 bb