KULTURGUT-FranzösischBuchholz-BIENCULTUREL

Projekt zum Europäischen Kulturerbejahr 2018:
Sandstein-Stele für Marianne und Johann Gottfried Schadow in Französisch Buchholz

Über Johann Gottfried Schadow: Berliner Bildhauer des 17./18. Jh., Schöpfer u.a. der Quadriga auf dem Brandenburger Tor und der Prinzessinnengruppe Alte Nationalgalerie.
Standort: Hauptstr. 43/44 (im öffentl. Straßenland), 13127 Berlin / Ortsteil Französisch Buchholz
Größe der Stele: 40 x 40 x 200 cm · Einweihung: 16.10.2018
Schöpferin der Stele und der Sandstein-Portrait-Medaillons: Liz Mields-Kratochwil, Bildhauerin, Berlin · Herstellung der Terrakotta-Portrait-Medaillons: Felix Reinhard Mields Keramik · Finanzierung: aus privaten Spenden und einem Beitrag der Gedenktafelkommission
Schirmherr: Klaus Mindrup, MdB · Veranstalter: Interessensgemeinschaft „KULTURGUT-FranzösischBuchholz-BIENCULTUREL“ und Ortschronistin Anne Schäfer-Junker, Forum Stadtbild Berlin e. V., Bezirksamt Berlin-Pankow/Gedenktafelkommission, zahlreiche private SpenderInnen.
Internet: www.aujourd-hui.de sowie sharingheritage.de/

Der Schöpfer der Quadriga auf dem Brandenburger Tor, dem Freiheitsdenkmal Berlins, ist der Berliner Bildhauer Johann Gottfried Schadow. Er und seine Frau Marianne Schadow besaßen in Französisch Buchholz von 1790 bis 1802 einen Gutshof, wo sie sich gern aufhielten und oft Gäste empfingen. Erworben aus der Hand der Familie des Königlichen Opern-Tänzers Gobbert war dies auch ein Ort geistigen und künstlerischen Austausches.

Französisch Buchholz würdigt den Bildhauer Johann Gottfried Schadow, Schöpfer der Berliner Bildhauerschule und Direktor der Kunstakademie. Erste Ideen für die Quadriga auf dem Brandenburger Tor hat Schadow gewiss in Französisch Buchholz entwickelt, wo er seinen Kräutergarten pflegte und zusammen mit seiner Frau Marianne und ihren Kindern Lebenslust zelebrierte. Er schuf die berühmte Skulptur, genannt Prinzessinnengruppe, der geiden Mädchen, Frederike und Luise von Preußen und war leidenschaftlicher Schachspieler und Mitbegründer des ersten deutschen Schachclubs in Berlin 1803.

Profil der Organisation

Organisation: Interessensgemeinschaft KULTURGUT-FranzösischBuchholz-BIENCULTUREL
Vertreter/in: Ortschronistin Anne Schäfer-Junker, Bezirksamt Pankow, Forum Stadtbild Berlin e. V.
Ansprechpartner/in: Anne Schäfer-Junker und Hans-Karl Krüger · Telefon-Nr.: 0177-756 55 55.
Postanschrift: c/o Ludwig-Quidde-Str. 24 A, 13127 Berlin/OT Französisch Buchholz

Am 3. Mai 2014 gründete sich die Interessengemeinschaft „KULTURGUT-FranzösischBuchholz-BIENCULTUREL“ mit der Ortschronistin Anne Schäfer-Junker in Französisch Buchholz. Die Gemeinschaft setzt sich für die Erhaltung und Vermittlung von kulturellen Werten vor allem von und in Französisch Buchholz ein. Dazu zählen die Sprachenvielfalt, Orgelmusik, das Chorsingen, das Brotbacken, der Landschafts- und Gartenbau, die Ideen der Toleranz und des geistigen Austausches. Diese sind traditionelle Kulturformen, die in Französisch Buchholz gepflegt und an die nächste Generation weitergegeben werden.

Engagement für das Immaterielle Kulturerbe

Im Dezember 2014 nahm Deutschland 27 Traditionen und Kulturtechniken in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes auf. Damit setzt Deutschland das entsprechende UNESCO-Übereinkommen um. Zu den lebendigen Traditionen, die die Kriterien erfüllen, zählen zum Beispiel das Chorsingen, die Morsetelegrafie, die Flößerei und die Orgelbautradition. Zu den ersten Aufnahmen in Deutschland gehören auch regionale Bräuche wie die Lindenkirchweih in Limmersdorf (Franken), das friesische Biikebrennen und der rheinische Karneval.

Das bundesweite Verzeichnis ist ein Spiegelbild der kulturellen Vielfalt in Deutschland und zeigt, mit welchem großartigen Engagement die Zivilgesellschaft traditionelle kulturelle Bräuche und Techniken bis heute pflegt und modern interpretiert. Kulturstaatsministerin Monika Grütters betonte die kulturelle Vielfalt: „Das immaterielle kulturelle Erbe steht für unsere lebendige Alltagskultur. Sie ist Ausdruck der kulturellen Vielfalt in Deutschland und soll dazu beitragen, dass gelebte Traditionen, die das Selbstverständnis der Kulturnation Deutschland prägen, erhalten, fortgeführt und weiterentwickelt werden. Auch für zukünftige Generationen wird durch eine Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis das öffentliche Bewusstsein für diese Traditionen gestärkt.“

Anmerkung: Im KulturerbeNetz.Berlin recherchiert und strukturiert die Arbeitsgruppe „Immaterielles Kulturerbe“ ihr ehrenamtliches Engagement zum Zwecke der Wahrnehmbarkeit und der partizipierenden Traditionspflege auf Landesebene in Verbindung mit dem Deutschen UNESCO-Komitee. Die Arbeitsgruppe freut sich über weitere Mitstreiter/innen.