Link-Hinweis: Blog-Beitrag „Weg damit“

Es gibt viele Gründe, warum eigentlich schutzwürdige Bauten dem Verfall anheim gegeben werden oder gar gezielt abgerissen werden. Eine Gefahr, die vor allem ehemaligen Industrie- und Gewerbebauten gilt, die ihren ursprünglichen Zweck verloren haben. Hier ist die gängige Argumentation, dass solche oft großräumigen Areale heute nicht mehr wirtschaftlich darstellbar sein und zukünftigen Entwicklungen des Wohnungs- und Städtebaus schlicht im Wege stehen. Tatsächlich gibt es natürlich Möglichkeiten, auch derartige Gebäude wieder zu neuem Leben zu erwecken. Solche vermeidbaren Abrisse und Zerstörungen finden aber nicht nur im wachsenden Berlin, sondern oft auch und gerade in eher ländlichen Regionen statt.

Abweichend von den üblichen Annahmen verweist der lesenswerte Essay im Blog von Jan Kobel auf vom Autor diagnostizierte ideengeschichtliche und systemimmanente Ursachen im Bereich der Regionalförderung. Der in der Gegend von Weimar engagierte Autor wähnt das denkmalfeindliche Agieren von Investoren, Kommunalpolitikern in einer missverstandenen Tradition des Neuen Bauens. Daneben beleuchtet der Text weitere Ursachen, in dem er bestimmte Effekte von Struktur-Förderprogrammen beschreibt. Man kann nicht alle Fallbeispiele 1:1 auf Berlin übertragen und muss auch nicht allen Thesen zustimmen, aber der Text an sich ist lesenswert und diskussionswürdig.

Mehr Infos unter:
https://stadtrandnotiz.de/2020/12/31/schandfleck-zur-ideologie-der-moderne-in-deutschland/

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