Link-Hinweis: Blog-Beitrag „Weg damit“

Es gibt viele Gründe, warum eigentlich schutzwürdige Bauten dem Verfall anheim gegeben werden oder gar gezielt abgerissen werden. Eine Gefahr, die vor allem ehemaligen Industrie- und Gewerbebauten gilt, die ihren ursprünglichen Zweck verloren haben. Hier ist die gängige Argumentation, dass solche oft großräumigen Areale heute nicht mehr wirtschaftlich darstellbar sein und zukünftigen Entwicklungen des Wohnungs- und Städtebaus schlicht im Wege stehen. Tatsächlich gibt es natürlich Möglichkeiten, auch derartige Gebäude wieder zu neuem Leben zu erwecken. Solche vermeidbaren Abrisse und Zerstörungen finden aber nicht nur im wachsenden Berlin, sondern oft auch und gerade in eher ländlichen Regionen statt.

Abweichend von den üblichen Annahmen verweist der lesenswerte Essay im Blog von Jan Kobel auf vom Autor diagnostizierte ideengeschichtliche und systemimmanente Ursachen im Bereich der Regionalförderung. Der in der Gegend von Weimar engagierte Autor wähnt das denkmalfeindliche Agieren von Investoren, Kommunalpolitikern in einer missverstandenen Tradition des Neuen Bauens. Daneben beleuchtet der Text weitere Ursachen, in dem er bestimmte Effekte von Struktur-Förderprogrammen beschreibt. Man kann nicht alle Fallbeispiele 1:1 auf Berlin übertragen und muss auch nicht allen Thesen zustimmen, aber der Text an sich ist lesenswert und diskussionswürdig.

Mehr Infos unter:
https://stadtrandnotiz.de/2020/12/31/schandfleck-zur-ideologie-der-moderne-in-deutschland/

Anstehende Veranstaltungen

  1. 2. Juni | 10:00 - 6. Juni | 17:00

    Denkmalschutz ist Klimaschutz

    Besondere Orte Umweltforum

    Pufendorfstraße 11
    10249 Berlin
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News unserer Mitglieder

  • Mithelfer/innen gesucht

    Für das Projekt einer "Rote Liste" bedrohter Bauten suchen wir noch weitere Mitstreiter/innen: Sie können helfen, Objekte zu identifizieren und nach einem festgelegten Schema in einer Datenbank zu erfassen, die kurz nach Ostern online gehen soll. mehr info

  • Kulturerbenetz @ Facebook

    Alle, die selbst bei Facebook angemeldet sind, bitte abonnieren, "liken" und teilen: Seit kurzem existiert auch ein eigener Facebook-Account des KENB. Hier werden wir etwa auf unsere Veranstaltungen hinweisen, die so dann im Freundeskreis einfach verbreitet und geteilt werden können. mehr info

  • Buch zu den Welterbe-Siedlungen

    2008 wurden sechs „Siedlungen der Berliner Moderne“ gemeinsam zum UNESCO-Welterbe erklärt. Mit einem umfangreich bebilderten Buch werden sie nun in ihrem denkmalpflegerischen Kontext vorgestellt. mehr info

  • PM vom 9.11.2021: Rathenower Straße

    Das KulturerbeNetz.Berlin fordert einen anderen Umgang mit dem Jugendzentrum in der Rathenower Straße und dessen Unterschutzstellung als Baudenkmal. mehr info

  • Landhaus Poelzig wird abgerissen!

    Viele haben es befürchtet und dagegen protestiert: Trotz vieler Weckrufe erfolgte am 2. November 2021 nun der Abriss des Landhauses Poelzig. Ein Jammer und Skandal ... mehr info

  • Weiterbildung des KulturerbeNetz

    Am 23. August 2021 hatte das KulturerbeNetz.Berlin zu einer sehr aufschlussreichen Fortbildungs- und Diskussion-Veranstaltung rund um Denkmalthemen in die Räume der Architektenkammer geladen. mehr info

  • Gaslicht-Kultur e.V. bittet um Mithilfe

    Bis zum 28.9.2021 läuft eine Online-Abstimmung über die Vergabe des von PSD-Bank ausgelobten Zukunftspreises. Hier bittet unser Mitglied Gaslicht-Kultur e.V. um Unterstützung, indem Sie online für deren Projekt stimmen mehr info

  • Auszeichnung für Denk mal an Berlin

    Wir gratulieren herzlich: Für sein langjähriges Engagement in Denkmalschutz und Jugendarbeit wird Denk mal an Berlin e.V. vom DNK mit der Silbernen Halbkugel geehrt. mehr info

  • Positionspapier 2021

    Im September 2021 stehen die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus an. Aus diesem Grund hat das KulturerbeNetz ein Positionspapier veröffentlicht und steht der Politik gerne beratend zur Verfügung. mehr info

  • Ausstellungs-Tipp

    Anhand zahlreicher Modelle, Fotografien und Pläne thematisiert die Ausstellung "Zwei deutsche Architekturen 1949–1989" die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Architektur der Nachkriegsmoderne in Ost und West. mehr info